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Verkehrssicherungsmaßnahmen an der Kugelbahn

11. 01. 2023

Verkehrssicherungsmaßnahme an der Kugelbahn in Zilshausen

 

Bezugnehmend auf unseren vor Ort Termin am 21.12.22 an der Kugelbahn möchte ich hier gerne noch einmal die wichtigsten Dinge zu Papier bringen.

Mein Name ist Alexander Schöneberg, 39 Jahre alt, verheiratet, zwei Kinder und wohnhaft in Blankenrath. Ich leite das Forstrevier Buch zu dem im Mai 2019 auch die Gemeinden Zilshausen und Lahr hinzugekommen sind.

Bei meinem letzten Besuch an der Kugelbahn mit meiner Familie war ich erschrocken über die Entwicklung der Schädigungen am Eichenbestand entlang der Bahn. Kronenteile der Bäume waren abgestorben und stellten eine große Gefahr für die Besucher dar. Es hätte jederzeit zu Totastabbrüchen kommen können. Als Revierleiter kann ich bei solchen Verhältnissen nicht wegschauen. Ich habe einen vor Ort Termin mit der Firma May aus Mörz und Herrn Bürgermeister von Ostrowski vereinbart um gemeinsam eine Entscheidung zu fällen. Die Bestätigung der Dringlichkeit durch den zertifizierten Baumkontrolleur ließ uns gemeinsam entscheiden die gefährlichsten Bäume zeitnah zu entnehmen. Da die Verbandsgemeinde für Verkehrssicherungsmaßnahmen entlang der Traumschleifen zuständig ist wurde auch Frau Shatanawi informiert und hat, nach Rücksprache mit dem Ortsbürgermeister, der Maßnahme zugestimmt und als Kostenträger das „Go“ gegeben.

Der ohnehin karge Boden, die heißen Sommer der letzten Jahre, fast keine Niederschläge in der Vegetationsperiode. All dies hat die Vitalität der ohnehin schon stark beeinträchtigten Eichen weiter herabgesetzt und zum Absterben gebracht. Dieser Prozess ist langsam und dauert viele Jahre. Natürlich konnte und kann Keiner voraussagen wann und ob überhaupt etwas passiert durch das Totholz. Aber wer übernimmt dafür die Verantwortung? Die Gemeinde, und letztendlich auch der Revierleiter, stehen bei Unfällen in der Haftung. Es handelt sich um eine Straftat, wenn Unfälle/tödliche Unfälle aus unterlassener Verkehrssicherungspflicht resultieren.

Bei der Sicherheit hört der Spaß auf und bei mir gilt hier die „Null-Toleranzgrenze“. Im Wald, auf eigene Gefahr, sieht das anders aus. Hier muss jeder Waldbesucher mit den typischen Gefahren rechnen. Aber sobald ich mir als Ortsgemeinde Besucher gezielt in den Wald lenke (Kugelbahn, Ruhebänke etc.) habe ich in diesen Bereichen für die absolute Sicherheit der Besucher zu sorgen! Es wird auch in der Zukunft so weitergehen was dem geänderten Klima geschuldet ist. Es wird mehrere Bereiche im Gemeindewald geben wo wir abgestorbene Bäume entfernen werden (Fichten mit Käferbefall, Buchen mit Sonnenbrand etc.). Das hat einen ganz einfachen Grund. Bevor ich an „gesunde“ Waldbestände gehe und diese durch Holzernte und Pflegemaßnahmen weiter auflichte wird erstmal das Holz genutzt was sowieso bereits abgestorben ist und/oder sich im Absterbeprozess befindet. Dieses Holz ist zum Teil noch als Stammholz vermarktbar und allemal als Brennholz. Bei den aktuellen Preisen für Fichtenholz lohnt sich sogar das ältere Käferholz (Fichte) aus den Hängen zu nutzen.

Die Bereiche an der Kugelbahn in denen die Eichen entfernt wurden sollen natürlich so schnell wie möglich wieder in einen ansehnlichen Zustand versetzt werden. Hier gibt es viele Möglichkeiten auch für die Gemeinde sich mit einzubringen. Wir werden versuchen (z.B. auch durch Unterstützung der Volksbank / Förderprogramme) den Bereich rund um die Kugelbahn mit Klima angepassten Bäumen so zu gestalten, dass auch nachfolgende Generationen wieder durch einen „schönen“ Wald wandern können. Mit Pflanzaktionen (Bürger, Kindergarten etc.) kann man auch hier wieder den Bezug zum eigenen Wald stärken. Es wurde der Vorschlag gemacht im Ort einen Arbeitskreis zu gründen der sich mit dem Thema befasst! Das finde ich klasse und stehe natürlich gerne beratend zur Seite!

Wir hätten den Termin im Vorfeld öffentlich machen sollen und direkt die Bürger mit einbeziehen. Den Bezug der Bürger zur Kugelbahn habe ich einfach unterschätzt. Das tut mir auch wirklich leid. Alles was mit der Kugelbahn zu tun hat wird ab sofort im Vorfeld diskutiert. Nichts desto trotz hätte ein Termin den Verlauf und die Intensität der Arbeiten nicht geändert. Und auch da stehe ich zu!

Ich hoffe auf eine gute Zusammenarbeit in der Zukunft und wünsche Ihnen Allen noch ein frohes neues Jahr 2023!

 

Alexander Schöneberg

Revierleiter

 

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