DAS JAHR 2016

 

Januar
Sternsinger 2016
Die Sternsinger überbrachten den kirchlichen Segen wie in jedem Jahre für jedes Haus, in dem sie die Initialen „20*C+M+B+16“  an die Eingangstür schrieben. In Zilshausen waren die Sternsinger in zwei Gruppen unterwegs.

Witterung
Am 14.01. fiel nachmittags Schnee, der aber nicht liegen blieb, da 2 0 Plus.

In der Nacht vom 22./23.01. Eisregen (Blitzeis). Auf den Fahrbahnen und Gehwegen herrschte eine extreme Glätte. In der Nacht vom 22./23.02. fiel der meiste Schnee bisher in diesem Winter.

Am 24.01.16 verbrannte die Feuerwehr, die am Vortage eingesammelten Weihnachtsbäume, auf dem St.-Martin-Platz. Jeder der einen Weihnachtsbaum abgegeben hatte, erhielt ein Freigetränk. Da die Aktion in diesem Jahr zum ersten mal stattfand, war die Beteiligung noch nicht sehr groß.

Für den 30.01. lud der Sportverein wieder zum Bunten Abend in das Bürgerhaus ein. Als Überraschungsgäste konnten die Dreigestirne aus Jackerath und Opherthen begrüßt werden. Aus diesen zwei Ortschaften kommen Vertreter schon über 20. Jahre auf das Sportfest. Die Veranstaltung wurde sehr gut angenommen und die Darbietungen gelungen.

Am 08.02. (Rosenmontag) wurde für unsere Region das Eintreffen des Orkantiefs „Ruzica“ vorhergesagt. Die Rosenmontagszüge in Mainz, Koblenz, Trier wurden abgesagt. Bei uns trat das Orkantief nur in abgeschwächter Form auf.

 

Februar
Der Gemeindetag fand in diesem Jahr erst am 26.02. statt. Der Grund hierfür war, die frühe Fastnacht und somit waren alle Termine belegt. Wie üblich bot die Gemeinde die Getränke zum Vorzugspreis 1,- € und1,50 € an. Das Essen wurde wieder von der Jagdgenossenschaft bezahlt. Der Herr Pastor Flöck weilte in Rom und die Jagdpächter waren ebenfalls verhindert, so dass als einziger Gast, Herr Verbandsbürgermeister Keimer anwesend war. Ortsbürgermeister Etges informierte wieder über die Tätigkeiten im abgelaufenen Jahr und über die vorgesehenen Maßnahmen in 2016. Hier ist vor allem der Ausbau der Hauptstraße (L 108) und der Umbau am Backes im Vordergrund. Er bedankte sich bei Allen, die im vergangenen Jahr in irgendeiner Form unentgeltlich für die Gemeinde tätig waren. Von der Gemeinde wurden im vergangenen Jahr u.a. die RWE-Aktion vor Ort, mit der Renovierung Backes, Bau der Aussichtsplattform an der Traumschleife (hierfür fielen ca. 250 freiwillige Arbeitsstunden an), durchgeführt. Der Windpark Zilshausen wurde in Betrieb genommen. Bei den Einnahmen für den Haushalt der Gemeinde, ist das schon spürbar. Das Jahr 2015 konnte mit einem Überschuss abgeschlossen werden und in 2016 ist ebenfalls mit einem Plus, trotz der geplanten Maßnahmen zu rechnen.

Anschließend richtete Herr Keimer ein paar Worte an die Versammlung. Er ging hauptsächlich auf die Schulsituation Lieg-Beltheim und das Flüchtlingsproblem ein. In Zilshausen sind zur Zeit keine Unterbringung von Flüchtlingen geplant. Die Verbandsgemeindeumlage für die Gemeinden wurde mit 32,5 % beibehalten.

 

„Mit freundlicher Genehmigung der Rhein-Zeitung.“

Am 13.03. fand die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz statt. Neben Rheinland-Pfalz wurde noch der Landtag in Baden-Württemberg und in Sachsen-Anhalt gewählt. Die bisherige Regierung zwischen SPD und Grüne haben zum weiter regieren kein Mehrheit mehr.

 

In Zilshausen waren 240 Personen wahlberechtigt. 178 Wähler nahmen an der Wahl teil, davon 49 Briefwähler. Von den Erststimmen (Personenstimmen) entfielen auf den SPD-Bewerber 58 Stimmen, CDU-Bewerber 85 Stimmen, Grüne 6, FDP 11 und Die Linke 1 Stimme. Von den Landesstimmen (Parteistimmen) entfielen auf die SPD 69, CDU 73, Grüne 3, FDP 15, Die Linke 1, Freie Wähler 1, Piraten 1, Alfa 1, AfD 13, Stimmen, 1 Stimme war ungültig. Die AfD trat erstmals an und wurde in alle 3 Landtagen gewählt. Sie vertritt eine rechte Politik, insbesondere gegen die Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten, die zu tausenden zu uns in die Bundesrepublik kamen.

„Mit freundlicher Genehmigung der Rhein-Zeitung.“

„Mit freundlicher Genehmigung der Rhein-Zeitung.“

 

Juni
Es wurde damit begonnen, das marode Kirchendach in der Pfarrkirche von Petershausen neu einzudecken.

 

Juli
Die Beteiligung an der Bornhofen-Wallfahrt war sehr gering, obwohl der Tag auf Samstag fiel. Von Zilshausen gingen nur 2 Wallfahrer bis Boppard zu Fuß. Ab Gondershausen kamen 4 Fußwallfahrer hinzu. An der Buswallfahrt nahmen ca. 30 Personen teil. Das Busunternehmen war in diesem Jahr zum ersten mal die Fa. Reuter aus Treis-Karden.

Zilshausen. Aus der Eifel, von der Mosel und vom Hunsrück trafen sich am 27. Juli in der Kapelle Zilshausen ca. 100 Frauen zu einer meditativen Abendwanderung.

Dazu hatte die kfd im -Dekanat Karden-Martental eingeladen.
Überwältigt von der großen Zahl der Teilnehmerinnen begrüßte die Dekanatsvorsitzende Maria Lappé, (Lieg) alle Frauen.
Die Vorbereitungsgruppe (Frauen aus Zilshausen und die geistliche Begleiterin der kfd im Dekanat Dietlinde Schmidt) führten anschließend in das Thema ein.
Der Titel der Wanderung „ Du führst mich hinaus ins Weite“ war aus dem Psalm 18 entnommen. Die Teilnehmerinnen erhielten eine Einführung zur Bedeutung der Psalmen im jüdisch-christlichen Kontext.
Startpunkt war die Kapelle in Zilshausen. Hier stand das „DU“ im Mittelpunkt der Betrachtung. Die Impulse machten deutlich, dass der Mensch nicht ohne Gegenüber leben kann.
Nach einer Besinnung brachen die Frauen zur nächsten Station auf, mit dem Auftrag sich eine ihnen noch nicht bekannte Frau als Partnerin zu suchen und sich mit ihr bekannt zu machen.
An der zweiten Station beschäftigten sich die Frauen mit dem Thema: „Führen und geführt werden“.

Den Weg zur dritten Station gingen die Frauen paarweise und führten einander, indem eine Frau die Augen geschlossen hielt und die andere führte. Die Rollen wurden nach einiger Zeit gewechselt und es schloss sich ein Austausch über die gemachten Erfahrungen an.
Impulse zum Thema: „Hinaus „ gab es an der dritten Station, der Schutzhütte in Zilshausen, Assoziative Worte zur Bedeutung von „hinaus“ wurden in die Gruppe gerufen. Jede Frau bekam einen Luftballon, in den sie alles hinauslassen konnte, was sie belastet.
Alle Teilnehmerinnen verließen den Platz an der Schutzhütte durch zwei Torbögen, die die Vorbereitungsgruppe eigens gestaltet hatten. So zogen die Frauen im wahrsten Sinne des Wortes hinaus zur nächsten Station. Auf dem Weg schwiegen sie, um die Schönheit und die Weite über den Feldern von Zilshausen wahrnehmen zu können.

An der vierten Station stand dann auch „die Weite“ im Fokus der Texte, Lieder und Gebete.

Die Frauen beschlossen den Abend mit einem gemütlichen Beisammensein und guten Begegnungen in Zilshausen. Am späteren Abend kehrten alle gestärkt an Leib und Seele in ihre Heimatorte zurück.

„Aus dem kfd-Dekanat Karden-Martental“

 

August

Dachsanierung Pfarrkirche Petershausen

Die Arbeiten sind im vollen Gange.

Der Kirchturm hat schon ein neues Dach und der Wetterhahn ist neu vergoldet und leuchtet nun weit ins Land. Leider hat sich beim Gerüstaufbau gezeigt, dass alle Fugen des Mauerwerkes des Turmes total locker sind. Die Bauaufsicht des Bistums hat entschieden, dass dies so nicht bleiben kann. Nun müssen alle Fugen neu gefüllt werden. Dies führt zu unerwarteten Mehrkosten von 53 000 Euro. Auch davon werden wir 60% vom Bistum erhalten. Den Rest müssen wir durch ein Darlehen finanzieren. Insgesamt sind wir jetzt auf einer Bausumme von 298.750Euro. Da die Fugen in Ruhe aushärten müssen, dürfen die Glocken bis zum Ende dieser Maßnahme nicht läuten. Herzlich danken möchte sich auch noch einmal allen Spendern unserer Spendensammelaktion im Frühjahr sagen. Es kam der schöne Betrag von 14.575,60 Euro(ohne Jagdgenossenschaften) zusammen. Dafür allen Spendern ein herzliches Dankeschön.

Ihr Pastor Hermann-Josef Floeck

 

Witterung:
Um den 24.4. wieder Nachtfröste und leichter Schneefall. Wie schon am 21. und 22.4.16 waren die Tageswerte allerdings schon warm. Am 26.4. waren die Wiesen mit Schnee bedeckt.

Am Freitag 24.6. und Samstag 25.6. trafen Gewitter mit Hagel und Überschwemmungen die Hunsrückdörfer um Simmern. Sogar in Gödenroth, Braunshorn und Ebschied kam es zu Überschwemmungen.

Das Tief Elvira und Friederike brachten schwere Unwetter nach Bayern und Baden-Württemberg. Es gab bei diesen Unwettern sogar Tote. In Rheinland-Pfalz traf es Hausbay, die Mosel, der Bereich um Ahrweiler und Daun. In Zilshausen waren zum Glück nur starke Niederschläge bis Ende Mai zu verzeichnen. Bis Mitte Juli war das Wetter sehr durchwachsen. Gegen Ende August bis Mitte September gab der Sommer nochmal richtig Gas, mit Temperaturen über 30 0.

 

Das gewählte Gemeinderatsmitglied Ivonne Horbert legte ihr Mandat nieder und schied aus dem Gemeinderat aus. Als nächstes Mitglied auf der gewählten Liste war Klaus Mallmann.

Klaus Mallmann nahm das Mandat an und ist somit das neue Mitglied im Gemeinderat.

 

September
Am Samstag, 10.09.16 wurde gegen 05.30 Uhr ein Feuer bei dem ehemaligen Anwesen, Hermann Liesenfeld im Bereich des Hauses bemerkt. Der Speicher/Dachstuhl stand schon in hellen Flammen. Die Feuerwehren aus Zilshausen, Lahr, Beltheim und Kastellaun waren im Einsatz. Der Speicher/Dachstuhl mit dem Treppenhaus brannte ganz ab. Das Haus ist unbewohnbar. Durch die vorhandene Brandmauer bleiben die Scheune und die Stallungen verschont. Wie sich später heraus gestellt hat, baute der Mieter, ein 44-jähriger Mann aus Holland, in der Scheune Cannabis (Haschisch) an.

„Mit freundlicher Genehmigung der Rhein-Zeitung.“

 

„Mit freundlicher Genehmigung der Rhein-Zeitung.“

Oktober
In der öffentlichen Gemeinderatssitzung am 06.10.16 wurde das neue Ratsmitglied, Klaus Mallmann verpflichtet.

„Mit freundlicher Genehmigung der Rhein-Zeitung.“

„Mit freundlicher Genehmigung der Rhein-Zeitung.“

„Mit freundlicher Genehmigung der Rhein-Zeitung.“

Dezember
Lieger Schulbezirk bleibt vorerst unberührt

Kastellaun/Lieg. Unbeantwortet bleibt vorläufig die Frage der Eltern von Schulkindern aus Zilshausen und Lahr, ob ihre Sprösslinge zukünftig in der Adolf-Reichwein-Grundschule in Beltheim oder wie bisher in Lieg das Einmaleins erlernen.

Die Grundschule in Lieg wäre in ihrer Existenz gefährdet, würde der Einzugsbereich der Beltheimer Adolf-Reichwein-Grundschule erweitert.

Weil derzeit im Mainzer Bildungsministerium eine Reformierung des Grundschulangebotes beraten wird, wird ein Antrag der Verbandsgemeinde (VG) Kastellaun zur Erweiterung des Schulbezirks der Grundschule Beltheim für ein Jahr ausgesetzt.

Seit der Gebietsreform vom Juli 2014, bei der die Dörfer Lahr, Zilshausen und Mörsdorf von der Verbandsgemeinde Treis-Karden nach Kastellaun wechselten, wird intensiv diskutiert, ob der Einzugsbereich der Grundschule von Lieg geändert werden soll. Zurzeit besuchen neben Kindern aus Lieg und Lütz die Grundschüler aus Lahr und Zilshausen die Schule in Lieg. Mörsdorf hat eine eigene Grundschule.

Bei einer Befragung der Eltern zukünftiger Schulkinder aus Lahr und Zilshausen im Januar/Februar hatte eine Mehrheit dieser Eltern für die Einschulung ihres Nachwuchses in Beltheim votiert. Daraufhin beantragte die VG Kastellaun im März bei der dafür zuständigen Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Trier die Erweiterung des Schulbezirks der Reichwein-Grundschule Beltheim. Zehn der befragten Eltern (58,8 Prozent), sprachen sich für Beltheim aus. Sieben Eltern (41,2 Prozent) stimmten für Lieg. Der Verlust dieser Schüler hätte die Lieger Grundschule existenzielle Probleme bereitet.

Jetzt erreichte das lang ersehnte Antwortschreiben aus Trier das Kastellauner Rathaus. Wegen Bestrebungen des Landes, das Grundschulangebot grundsätzlich zu reformieren, bittet die ADD, sich noch etwas zu gedulden und das Prüfungsergebnis des Landes abzuwarten. Aus diesem Grund beschloss der Hauptausschuss der Verbandsgemeinde Kastellaun einstimmig, das Verfahren zur Erweiterung des Schulbezirks Beltheim für ein Jahr auszusetzen.

Grundlegend steht die ADD dem Kastellauner Antrag negativ gegenüber. Nach umfassender Überprüfung bestehe zurzeit kein schulisches Bedürfnis zur Änderung des Beltheimer Schulbezirks. Die Regelung über die Schulbezirke habe sowohl einen fürsorglichen als auch einen organisatorischen Zweck. Schülern sollten zu lange und damit gefährliche Schulwege erspart werden. Durch die Verlagerung von Lieg nach Beltheim würde der Schulweg länger, kritisiert die ADD. „Da weder ersichtlich dargetan ist, dass der bisherige Schulweg nach Lieg besonders gefährlich ist und sich die Situation durch die Neuzuordnung für die Schüler nicht verbessern würde, wäre der Antrag im Ergebnis daher abzulehnen“, heißt es in dem Schreiben.

Anderseits erarbeite das Bildungsministerium auf Grundlage des Koalitionsvertrages derzeit gemeinsam mit der Schulaufsicht Leitlinien für ein wohnortnahes Grundschulangebot. Jede Schule soll einzeln darauf überprüft werden, ob Schießungen pädagogisch-organisatorisch erforderlich sind. Der Grundsatz „Kurze Beine, kurze Wege“ gelte nach wie vor. Grundschulen sollten möglichst wohnortnah erhalten bleiben und gleichzeitig langfristig sowohl demografiefeste wie auch pädagogisch durchdachte, für alle Seiten tragfähige Lösungen entwickelt werden. Vor diesem Hintergrund will die Aufsichtsbehörde ADD die neuen Leitlinien erstmals abwarten, um keine richtungsweisenden Fakten zu schaffen.

Verbandsgemeinden einigen sich über Kostenübernahme

Wie beteiligt sich die Verbandsgemeinde Kastellaun an den Kosten für die Grundschule und die Sporthalle in Lieg? Dies ist seit 2014 ein strittiges Thema, nun konnte immerhin eine Zweckvereinbarung zwischen den Verbandsgemeinden Cochem und Kastellaun abgeschlossen werden. Doch viele Punkte bleiben weiterhin ungeklärt. Die VG Cochem vertritt den Standpunkt, dass die Kastellauner entsprechend der Schülerzahlen sich an den Kosten für den Betrieb der Grundschule beteiligen, größere Investitionen sollten besonders geklärt werden. Allerdings gibt es bisher keinen Konsens über eine anteilige Kostenübernahme an Investitionsaufwendungen erzielt werden. Hintergrund ist hier die nötige Erneuerung der Heizungs- und Lüftungsanlage in der Mehrzweck- und Turnhalle in Höhe von rund 200 000 Euro. In der nun vorliegenden Zweckvereinbarung, der nach dem VG-Rat Kastellaun auch der Cochemer VG-Rat zustimmte, ist nun vorgesehen, dass bei Investitionen an der Halle grundsätzlich eine eigene Vereinbarung zwischen beiden VGs abgeschlossen werden muss. Aber auch bei anderen Maßnahmen, die mehr als 8000 Euro kosten, muss die Zustimmung aus Kastellaun eingeholt werden. Ferner bedürfen ungeachtet des Auftragswerts alle weiteren Maßnahmen, die nicht im Etat vorgesehen sind, der Zustimmung der VG Kastellaun, wenn das Gesamtvolumen aller Vorhaben eine Summe von 16 000 Euro im Jahr übersteigt.

„Mit freundlicher Genehmigung der Rhein-Zeitung“

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